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Dies ist eine Lizenzausgabe für Frank Obels
Gratis-Anleitung TimeLine-Therapie

Wie man seine seelischen Blockaden los wird...
Eine Anleitung für die Selbst-Therapie mit der TimeLine-Methode und verwandten Techniken
von Hans-Peter Zimmermann
© Copyright 2001 Hans-Peter Zimmermann
© Copyright Illustrationen 2001 Nany Zimmermann Alle Rechte vorbehalten.
Lizenz-Anfragen richten Sie bitte an hpz@hpz.com
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Seelische Blockaden? Was ist das überhaupt?
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Eine gute Frage. Darf ich Ihnen ein paar Gegenfragen stellen?
- Haben Sie manchmal das Gefühl, dass Sie auf keinen grünen Zweig kommen, obschon Sie sich mit viel Liebe und Einsatz Ihrer Arbeit widmen?
- Haben Sie manchmal den Eindruck, dass Sie Ihren Erfolg selbst sabotieren?
- Denken Sie manchmal, dass Sie auf gewisse Dinge völlig unverhältnismäßig oder impulsiv reagieren?
- Gefährden Sie immer wieder Beziehungen, die Ihnen wichtig sind, weil «etwas in Ihnen drin» sich völlig daneben benimmt?
- Gibt es Menschen, die Sie verletzt oder enttäuscht haben, und denen Sie einfach nicht verzeihen können? Und spüren Sie, wie Sie sich selbst mit diesem Problem blockieren?
- Halten Sie sich für einen ganz normalen Menschen, weil ja schließlich «jeder ein wenig neurotisch ist»?
Wenn Sie bei der einen oder anderen Frage mit «ja» geantwortet haben, dann sollten Sie diese Anleitung durchlesen und die TimeLine-Methode ausprobieren.
Wenn Sie überall mit «nein» geantwortet haben, sind Sie entweder erleuchtet (Was sucht ein Erleuchteter im Internet?) oder ein Profi-Verdränger. Der Begriff «Verdrängung» geht auf Sigmund Freud zurück und ist einer von vielen Abwehr-Mechanismen der Seele. Es bedeutet vereinfacht gesagt:
Wenn etwas für die Seele zu schmerzhaft ist, wird es aus dem Bewusstsein verdrängt.
Zu den Profi-Verdrängern gehören auch die sogenannten Positiv-Denker. Ein Positiv-Denker sagt die ganze Zeit zu sich: «Es gibt kein Unkraut in meinem Garten» und merkt nicht, wie das Unkraut in der Zwischenzeit den ganzen Garten auffrisst.
Tatsache ist:
- Seelische Blockaden behindern den Energiefluss und machen seelisch und körperlich krank.
- Seelische Blockaden führen in Form von negativen Glaubenssätzen dazu, dass man seinen eigenen Erfolg boykottiert.
- Seelische Blockaden führen dazu, dass man sich immer wieder in den gleichen selbstschädigenden Verhaltensmustern bewegt und das Gefühl hat, nicht vom Fleck zu kommen.
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Wie merke ich, dass ich seelische Blockaden habe?
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Bitte führen Sie jetzt gleich dieses kleine Experiment durch:
Denken Sie an eine sehr unangenehme Situation in Ihrem Leben.
Am besten schließen Sie dazu die Augen. Versuchen Sie, sich zu erinnern, was Sie damals gesehen, gehört, gedacht und gefühlt haben. Wenn Sie sich geärgert haben, fluchen Sie ruhig innerlich ein paar Mal. Wenn Sie Angst hatten, vergegenwärtigen Sie sich, was alles Schlimmes hätte passieren können. Wenn Sie Gewissensbisse hatten, beschimpfen Sie sich selbst. Und wenn Sie traurig waren über den Verlust eines Menschen, denken Sie daran, was Sie noch alles mit diesem Menschen hätten unternehmen wollen.
Wenn Sie die Aufgabe ernsthaft durchgeführt haben, dann hat Ihr Körper mit negativen Symptomen reagiert. Schreiben Sie jetzt gleich auf, an welchen Körperstellen Sie Symptome spüren und wie stark auf einer Skala von 1 bis 10. Zehn bedeutet enorm stark, 1 bedeutet ganz schwach wahrnehmbar.
Wichtig ist dabei: Die Symptome sollen konkret formuliert sein. «Ich fühle mich bedrückt» gilt nicht, ebenso wenig wie «ein komisches Gefühl» und «überall am Körper». Was ist es genau? Verkrampfen sich die Muskeln am ganzen Körper? Zieht sich die Haut zusammen? Drückt etwas auf die Brust? So könnte beispielsweise eine Symptombeschreibung aussehen:
- Kehle wie zugeschnürt, Stärke 6
- Drücken im Unterbauch, Stärke 8
- Herzklopfen, Stärke 4
- Muskeln angespannt im ganzen Körper, Stärke 3
Sollten Sie rein gar nichts gespürt haben (was sehr selten vorkommt), gibt es drei Erklärungs-Möglichkeiten:
- Sie haben dieses Ereignis bereits mit einer anderen Technik bearbeitet. Dann schreiben Sie mir bitte, was das für eine Technik ist. Vielleicht kenne ich sie noch nicht.
- Sie sind ein Profi-Verdränger und wollten gar nicht tief in dieses Ereignis eintauchen aus Angst, es könnte zu schmerzhaft sein.
- Sie leiden unter einer dissoziativen Störung. Das ist dann der Fall, wenn ein Ereignis in Ihrer Vergangenheit so traumatisch war, dass Sie sich quasi «von Ihrem Körper abgekoppelt» haben und gar nicht mehr fähig sind, Gefühle zu empfinden. In diesem Falle benötigen Sie psychiatrische Hilfe.
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Und diese Blockaden soll ich selbst beseitigen können?
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Trösten Sie sich. Ich habe genau so ungläubig
dreingeschaut, als ich zum ersten Mal mit der TimeLine-Methode
experimentierte. Ich hatte gerade einen Streit mit meiner Frau
gehabt. Sie hatte beim Nachhausefahren im Auto eine Bemerkung
fallen lassen, die jeden Außenstehenden völlig kühl
gelassen hätte. Ich aber war an der Decke vor Wut.
Ein «normaler» Ehemann hätte wohl noch den ganzen
Abend seine Wut zur Schau getragen. Ich aber merkte sehr rasch,
dass meine Reaktion nichts mit meiner Frau, sondern nur mit mir
selbst zu tun haben konnte.
Ich zog mich zurück und fand mit den Techniken, die ich
Ihnen gleich erklären werde, heraus, dass das auslösende
Ereignis für meine unverhältnismäßige Reaktion
bereits während meiner Zeit im Mutterleib geschehen war.
Ich sah meine Mutter, wie sie mit mir im fünften Monat schwanger
war. Sie war stinkesauer auf meinen Vater (warum, werde ich hier
aus Diskretionsgründen nicht erwähnen). Nachdem ich
festgestellt hatte, dass meine Wut eigentlich meiner Mutter gehörte,
hängte ich sie innerhalb einer Minute mit Hilfe der TimeLine-Methode
ab.
Danach prüfte ich, ob mein Körper noch fähig war,
über das Ereignis mit meiner Frau im Auto Wut zu empfinden.
Es war nicht mehr möglich. Ich entschuldigte mich bei meiner
Frau und erklärte ihr, was ich soeben erlebt hatte.
Damit begann für meine Frau und mich ein systematischer
Abbau unserer Neuröschen und Neurosen. Das Resultat: Ein
völlig neues Lebensgefühl, mehr Erfolg mit weniger
Aufwand, und die Überzeugung, wirklich vorwärts zu
kommen.
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Woher stammt die TimeLine-Methode?
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«Walking the Time Line» ist als therapeutische
Technik bereits seit den 70er Jahren bekannt, und zwar durch
die beiden Pioniere des Neurolinguistischen Programmierens (NLP),
Richard Bandler und John Grinder. Im NLP geht man tatsächlich
körperlich über eine gedachte Zeitlinie, und dazu braucht
es natürlich einen großen Raum.
In den 80er Jahren entdeckte der Hypnotherapeut Tad James, dass
die bloße Vorstellung der Zeitachse genügt, um eine
therapeutische Wirkung zu erzielen. «Zufälligerweise»
kam er darauf, dass bei einer bestimmten Position über der
Zeitachse die zu einem Ereignis gehörenden negativen Emotionen
völlig verschwunden waren. Seine Erfahrungen fasste er 1988,
zusammen mit seinem Kollegen Wyatt Woodsmall, im Buch «Time
Line Therapy and the Basis of Personality» zusammen. Kurz-Urteil:
Ein chaotisches Buch, eine sehr taugliche Methode!
Als ich später jedoch Menschen traf, die von Tad James zu
«Master Time Line Therapists» ausgebildet worden
und immer noch voller Blockaden waren, wusste ich, dass da etwas
fehlte: Bei James setzt man sich nicht mit dem Inhalt des Geschehenen
auseinander, sondern lediglich mit der Struktur. Das ist an sich
typisch für einen großen Teil der NLP-Gemeinde, die
sich eher der verhaltenstherapeutischen Schule zugehörig
fühlt.
Das mag zwar in einigen Fällen reibungslos funktionieren;
bei tieferliegenden Problemen scheint es sich jedoch bloß
um einen ausgeklügelten Verdrängungs-Mechanismus zu
handeln.
Also fing ich an, die Methode von Tad James mit Techniken der
Tiefen-Psychologie, der Regressions-Therapie und des Psychodramas
zu kombinieren. Die Resultate waren in sehr vielen Fällen
verblüffend. Und nachdem ich begonnen hatte, diese Techniken
an Seminaren zu lehren, schrieben mir selbst Psychiater und erfahrene
Psychotherapeuten, dass sie mit Hilfe dieser Methode Blockaden
bearbeiten könnten, an denen sie sich vorher monate- oder
gar jahrelang die Zähne ausgebissen hatten.
Nehmen wir als konkretes Beispiel unseren Patienten
Hans. Als sein größtes Problem sieht er die Tatsache,
dass er sich oftmals schuldig fühlt für Dinge, die
er gar nicht selbst verursacht hat. Wir bitten ihn, die Augen
zu schließen und ganz intensiv an so eine Situation zu
denken, wo er sich schuldig gefühlt hat.
Hans gelingt es offensichtlich besser, sich in die Situation
einzufühlen, wenn er uns ein wenig von so einer Situation
erzählen kann:
«Letzte Woche war wieder so ein Fall bei uns im Geschäft.
Eine Sekretärin hatte die falsche Ware bestellt, dadurch
gerieten wir mit unserer Lieferung in Verzug. Der Kunde rief
mich an, um zu fragen, was los sei, und anstatt eine saubere
Reklamationsbehandlung hinzulegen, begann ich zu stottern und
mich zu rechtfertigen, so dass der Kunde zur Überzeugung
kommen musste, dass ich die Sache verbockt hatte. Am Ende
des Tages rief mich mein Chef zu sich und fragte, was denn los
sei, und daraufhin hatte ich drei schlaflose Nächte. Auf
der einen Seite fühlte ich mich schuldig, auf der anderen
Seite war ich wütend auf alle, von denen ich das Gefühl
hatte, dass sie mir die Schuld in die Schuhe schieben. Am meisten
wütend war ich auf mich selbst, weil ich mich wieder in
so eine Situation hinein manövriert hatte.»
Hans scheint sichtlich erregt. Wir fragen ihn: «Wo spürst
du dieses negative Gefühl im Körper?»
«Ganz stark im Hals», sagt Hans.
«Und wie stark auf einer Skala von 1 bis 10, wenn 10 sehr
stark wäre und eins ganz schwach noch wahrnehmbar?»
«Etwa 8», sagt Hans.
Wir notieren das auf einem Notizblock. «Spürst du's
sonst noch irgendwo im Körper?» fragen wir weiter.
«Ja», gibt Hans zur Antwort. «Es ist so ein
Druck in der Brust, etwa Stärke 6, und es zieht runter zum
Solarplexus, dort ist es etwa eine 4.»
Auch das notieren wir. «Sonst noch irgendwo im Körper?»
«Ja, alles ist so angespannt.»
«Meinst du die Muskeln?»
«Ja, die Muskeln am ganzen Körper, etwa eine 3.»
«Sonst noch irgendwo?»
«Nein, das ist alles.»
Durch das Schließen der Augen und die Konzentration auf
seinen Körper ist Hans in der Zwischenzeit in einer leichten
Trance, gerade richtig, um Hypermnesie zu produzieren, das heißt,
Dinge zu erinnern, die er längst vergessen geglaubt hat.
Wir stellen ihm die Standard-Frage: «Das allererste Ereignis,
das mit diesem Gefühl im Körper zusammenhängt,
finden wir das vor, während oder nach deiner Geburt? Was
war der erste Gedanke.»
«Der erste Gedanke war nach der Geburt,» sagt
Hans ohne zu Zögern und scheint selbst erstaunt zu sein
über seine spontane Antwort.
«In welchem Alter? Was war der erste Gedanke?»
«Der erste Gedanke ist mit drei Jahren.» Hans hat
immer noch das Gefühl, dass er seine Antworten erfindet.
Was aber jetzt kommt, überzeugt ihn vollends, und er wird
seiner ersten Eingebung fortan vertrauen.
«Du bekommst auf drei ein Bild von einer Situation, wo
du drei Jahre alt warst. Eins, zwei, drei. Ein Bild, ein Gefühl
ein Gedanke ist da. Was siehst du?»
Zu seinem Erstaunen fällt Hans eine Szene im Alter von drei
Jahren ein, wo seine Mutter ihn bestraft hatte für etwas,
was eigentlich sein älterer Bruder getan hatte. Er erzählt
uns, wie sein Bruder die Hühnereier fallen ließ, die
er im Auftrag der Mutter vom Bauern gekauft hatte. Aus Furcht
vor der Reaktion der Mutter hatte der Bruder fluchtartig das
Haus verlassen. Hans jedoch wollte die Sauerei aufwischen, und
just in dem Moment kam seine Mutter zurück und packte ihn
an den Ohren. Hans konnte noch so beteuern, er sei es nicht gewesen,
es nützte alles nichts. Hans bricht in lautes Schluchzen
aus, als er uns das erzählt.
«So was Blödes,» sagt er zwischen zwei Schluchzern,
«dass ich als erwachsener Mann darüber weinen muss.
Das ist doch längst vorbei.»
Doch wir ermuntern ihn dazu, alles rauszulassen, was nicht mehr
benötigt wird. Er soll noch einmal die Gefühle leben
können, die er sich damals nicht erlaubt hat. Weil wir sicher
sein wollen, dass er alles rauslässt, lassen wir ihn laut
sagen: «Mama, du hast mir so fest weh getan!»
Hans sträubt sich zuerst gegen den Satz. Er befürchtet
einen erneuten Weinkrampf. Wir bestehen darauf, dass er den Satz
sagt, und die tiefe Trauer über dieses Missverständnis
bricht erneut aus ihm heraus.
Nachdem Hans sich ausgeweint hat, fragen wir:
«Gibt es noch etwas, was wir uns anschauen sollten zu dieser
Szene, oder können wir die Symptome jetzt loswerden?»
Hans sagt, das ist alles, was wir wissen müssen, und wir
sagen zu ihm:
«Stell' dir vor, du gehst aus dem dreijährigen Körper
heraus, ganz hoch hinauf. Stell dir vor, du schwebst tausend
Meter über dem Geschehen, bist eine halbe Stunde vor dem
Ereignis mit drei Jahren und blickst in Richtung Gegenwart:
Vor der Sitzung haben wir Hans gesagt, er
solle sich vorstellen, dass alles, was er je erlebt hat, auf
einer Zeitachse aufgereiht sei.
«Du meinst, wie eine Ansammlung von Video-Filmen, wo alle
wichtigen Ereignisse in meinem Leben festgehalten sind?»
«Genau so. Aber jetzt gehst du im Geist tausend Meter über
diese Zeitachse, eine halbe Stunde vor dieses schlimme Ereignis
und blickst in Richtung Gegenwart. Bei der Gegenwart hast du
eine Flagge eingesteckt in deiner Lieblingsfarbe.»
«Also, hoch hinauf,» bestätigt Hans, «und
in Richtung der roten Flagge blicken.»
«Genau. Und jetzt stellst du fest, dass die Symptome in
deinem Körper mit jedem tiefen Atemzug mehr und mehr zurück
gehen, bis sie in etwa 40 Sekunden vollständig verschwunden
sind.»
«Stimmt,» nickt Hans, «es wird viel besser.»
«Gut so. Lass' dir ruhig Zeit, bis sämtliche Symptome
auf null sind.»
Hans scheint ganz ruhig zu werden. Seine Gesichtshaut
hat etwas mehr Farbe bekommen, und auf seinen Lippen liegt ein
Lächeln. «Jetzt ist gut,» sagt er nach einer
Weile. Wir fragen nochmals jedes Symptom ab, und alles ist auf
null.
«Dann gehen wir testen,» schlagen
wir vor. Auf drei bist du nochmals in der Situation, wo deine
Mutter dich bestraft hat für etwas, was du gar nicht getan
hast. Eins, zwei, drei. Versuche mit allen Mitteln, deinen Körper
zum Reagieren zu bringen.»
Hans lacht: «Ich sehe jetzt, wie meine
Mutter mich lobt, weil ich die Sauerei aufwischen will.»
«Das ist zwar schön, aber wir wollen ja hier nicht
bloß Positivdenkerei betreiben. Ich möchte, dass du
dir wirklich nochmals die negative Szene in allen Einzelheiten
vorstellst. Tue so, wie ein Mensch, der mir beweisen möchte,
dass meine Techniken nicht funktionieren.»
Nach einer Weile intensiven Bemühens
sagt Hans: «Ich stelle es mir vor, aber der Körper
bleibt neutral. Ich kann machen, was ich will, er reagiert nicht
mehr.»
«Wie denkst du denn jetzt über
deine Mutter und diese Situation?»
«Na ja, ist halt ziemlich typisch für sie. Sowas ist
auch später noch oft passiert.»
«Dann möchte ich mal mit deiner Mutter reden. Wie
heißt sie mit Vornamen?»
«Martha.»
«Gut, spiele bitte mal Martha. Ich sage zu Martha: He Martha,
was soll denn das? Der Junge kriegt nicht mal eine Chance, zu
erklären, was passiert ist? Was würde Martha sagen,
wenn sie reden könnte.»
Hans fällt es offensichtlich leicht, in die Rolle seiner
Mutter zu schlüpfen. Er sagt in forschem Ton: «Halt
dich da raus, das geht dich nichts an!»
«Und ob mich das etwas angeht, Martha! Hans liegt hier
vor mir als erwachsener Mensch und schleppt immer noch dieses
Problem mit sich herum, das du ihm aufgebürdet hast, als
er drei Jahre alt war.»
«Ach was!» sagt Hans, immer noch seine Mutter spielend.
«Eine Ohrfeige am rechten Ort hat noch niemandem geschadet!»
«Am rechten Ort vielleicht schon, Martha. Aber das war
der falsche Ort. Hans wollte nur gutmachen, was sein Bruder verbockt
hatte.»
Hans in unwirschem Ton: «Wie soll ich denn das wissen?»
«Hättest ihn ja fragen können.»
«Was verlangt ihr eigentlich alles von mir? Mein Mann ist
nie zu Hause, und wenn er's mal ist, schläft er nur, weil
er so erschöpft ist. Alles bleibt an mir hängen!»
«Und ist das ein Grund, es dir und deinen Lieben noch schwerer
zu machen durch ungerechte Bestrafung?»
Hans beginnt die Tränen seiner Mutter zu weinen: «Ich
wollte doch das alles nicht. Es wird mir einfach zu viel. Ich
möchte nur noch schlafen und nie wieder aufwachen...»
«Hans,» sagen wir, «wenn du deine Mutter so
reden hörst, kommst du dir stärker vor oder schwächer
als sie?»
«Wenn ich jetzt höre, wie überfordert sie im
Grunde ist, dann fühle ich mich wesentlich stärker.»
«Und wie ist das auf dieser Welt, hilft da der Schwächere
dem Stärkeren oder der Stärkere dem Schwächeren?»
«Natürlich der Stärkere dem Schwächeren.»
«Was könnten wir denn tun, um dieser armen schwachen
Frau zu helfen?»
«Wir könnten ihr ein wenig Liebe schicken»,
sagt Hans.
«Ja, und ich zeige dir auch, wie das geht. Stell' dir einfach
vor, du könntest deine Mutter mit Licht füllen. Geht
das?»
«Ja, sie wird heller.»
«Gut, füll' deine Mutter so lange mit Licht, bis sie
glänzt und strahlt. Und sage bitte laut zu ihr: Mama, ich
achte dein Schicksal. Ich respektiere deinen Weg.»
Hans tut, wie ihm geheißen. Wir lassen ihn ein wenig nachspüren,
was diese Sätze bei ihm bewirken, dann fragen wir nach:
«Wie fühlt sich das an für dich?»
«Gut,» sagt Hans mit einem erleichterten Seufzer.
«Gut, dann gehen wir in die Original-Situation
und wollen die auch noch testen. Sieh' dich nochmals in deinem
Geschäft, und du stellst dir so intensiv wie nur möglich
vor, wie der reklamierende Kunde anruft. Versuche mit allen Mitteln,
deinen Körper zu einer negativen Reaktion zu bringen.»
«Jetzt stelle ich mir vor, wie ich dem
Kunden ganz sachlich alles erkläre,» sagt Hans.
«Du stellst dir also vor, wie es in Zukunft laufen wird.
Wir aber wollen die negative Situation nochmals testen. Stell'
dir vor, wie du stotterst und dich rechtfertigst und versuche,
deinen Körper zum Reagieren zu bringen.»
Nach einer Weile intensiven Bemühens sagt Hans: «Ich
stelle es mir vor, aber der Körper bleibt neutral. Ich kann
machen, was ich will, er reagiert nicht mehr.»
«Hervorragend, Hans, das hast du sehr gut gemacht. In einem
Augenblick werde ich bis zehn zählen, dann werden wir eine
kleine Pause einlegen. Du wirst deine Augen öffnen und so
weit wach sein, wie es nötig ist, um eine kleine Pause zu
machen. Sobald du dich wieder hinlegst mit der Absicht weiterzuarbeiten,
wirst du wieder in genau diesem Zustand sein, der nötig
ist, damit du mit dieser Sitzung genau das erreichst, was du
erreichen willst.»
«Was wäre denn,» fragt Hans
in der Pause, «wenn die Symptome beim Testen wieder gekommen
wären?»
«Gute Frage. Dann hätten wir weiter zurückgehen
müssen.»
«Aber,» bohrt Hans nach, «irgendwo ist doch
Schluss. Ich kann mich doch nicht erinnern an Ereignisse, die
in meinem ersten Lebensjahr stattgefunden haben.»
«Doch Hans, in dieser leichten Trance kannst du dich erinnern.
Und du wirst erstaunt sein, dass auch Bilder, Gefühle und
Gedanken auftauchen, die aus der Zeit stammen, wo du noch im
Mutterleib warst. Sogar Geschichten aus früheren Generationen
und früheren Leben wirst du mir erzählen.»
«Heißt das, ich habe tatsächlich früher
schon mal gelebt?» will Hans wissen.
«Das weiß keiner, Hans. Und mir ist es eigentlich
egal, ob die Geschichten stimmen, die du mir erzählst. Für
mich stimmen sie, weil sie deiner inneren Wirklichkeit entsprechen
und Bestandteil deines Seelenlebens sind. Ich nehme all deine
Geschichten ernst und arbeite mit ihnen so, dass du in deinem
Seelenleben mehr Frieden findest. Bist du mit dieser Arbeitsweise
einverstanden?»
Hans nickt, und wir zeigen ihm, wie er sich das vorstellen soll:
«Dann würde ich also, wenn ich
tausend Meter über der Zeitachse schwebe und drei Leben
zurück bin, insgesamt vier Zeitachsen vor mir sehen?»
fragt Hans.
«Genau so ist es. Du blickst über drei Lebensachsen
hinweg auf die vierte Achse, die von deinem heutigen Leben.»
«Ja,» sagt Hans, «das kann ich mir vorstellen.»
Hans ist jetzt bereit, sein nächstes
Problem zu bearbeiten. Er hat das Gefühl, finanziell auf
keinen grünen Zweig zu kommen, obwohl er sehr gut ist in
seinem Beruf und einen unermüdlichen Einsatz zeigt. «Ich
habe das Gefühl,» sagt er, «etwas in mir drin
sabotiert den Erfolg.»
«Gut, Hans, dann denke bitte mal an dieses Problem. Wälze
mal einfach ein wenig deine finanziellen Probleme und beobachte,
wie dein Körper reagiert. Wo spürst du das in deinem
Körper?»
Hans zählt die Art und Stärke der Symptome auf, wie
er es bereits gewohnt ist.
«Nun geh' über deine Zeitachse und picke das Video
mit dem allerersten Ereignis heraus, das mit diesen Symptomen
zu tun hat.»
Hans hat das Gefühl, dieses Ereignis
liege in seinem fünften Altersjahr, und er erzählt
uns, dass sein Vater immer über die «reichen Schweine»
geflucht habe.
«Und wie hast du das empfunden?» wollen wir wissen.
«Papa tat mir leid,» sagt Hans.
«Schuld daran waren die Reichen, die den Armen immer alle
Arbeit wegnahmen.»
«Und hast du da beschlossen, dass du nie so ein reiches
Schwein sein willst?»
«So sieht's aus, ja.»
«Nun, dass du kein Schwein sein willst, finde ich gut.
Wie sieht's aber aus mit dem Reichsein? Fehlt dir nicht ein wenig
Geld, um all die wunderbaren Dinge anzupacken, die du gerne anpacken
möchtest?»
«Ja, ich würde so gerne meiner Familie etwas mehr
Luxus bieten können,» gibt Hans zu.
«Aber du befürchtest, dass du ein Schwein wirst, sobald
du wohlhabend bist?»
«Ja, so ist es.»
«Ist denn die Befürchtung berechtigt? Glaubst du,
dass du ein Schwein wirst, wenn du reich bist? Sind alle Reichen
Schweine?»
«Die meisten, die ich kenne, ja.»
«Du sagst, die meisten. Das heißt also nicht alle?»
«Nein, es gibt ein paar wenige, die sehr verantwortungsvoll
umgehen mit dem Geld, und die wunderbare Dinge bewirken damit.»
«Wenn du so auf dein Leben zurück blickst, was ist
wohl wahrscheinlicher, dass du ein Schwein wirst oder ein verantwortungsbewusster
Reicher?»
«Das Zweite.»
«Gut, dann können wir jetzt über die Zeitachse
gehen und die Symptome abhängen.»
Nach etwa einer Minute sagt Hans: «Die
Symptome sind etwas zurück gegangen, aber nicht ganz weg.»
«Dann muss es ein Ereignis geben, das weiter zurück
liegt. Finden wir das vor, während oder nach deiner Geburt.
Was ist der erste Gedanke?»
«Der erste Gedanke ist vor der Geburt.»
«Schwangerschaft oder weiter zurück?»
«Weiter zurück.»
«Früheres Leben oder frühere Generation?»
«Frühere Generation.»
«Wie viele Generationen zurück? Die erste Zahl, die
dir einfällt?»
«Drei.»
«Ist das ein Mann oder eine Frau?»
«Mann,» sagt Hans und ist erstaunt, wie die Antworten
nur so aus ihm heraussprudeln. Nach der Sitzung wird diese Spontaneität,
die der Hypnotherapeut Hypermnesie nennt, für ihn der einzige
Hinweis darauf sein, dass er in Trance war.
«Mütterlicher- oder väterlicherseits?»
wollen wir abschließend wissen.
«Väterlicherseits.»
«Gut, du bekommst auf drei ein Bild aus dem Leben deines
Urgroßvaters väterlicherseits. Eins, zwei, drei. Ein
Bild, ein Gefühl, ein Gedanke aus dem Leben deines Urgroßvaters
väterlicherseits. Wie alt ist dein Urgroßvater in
dieser Szene?»
«Er ist etwa sieben Jahre alt und sitzt
in der Schule.» Hans wird mir später erzählen,
wie sehr er sich gewundert hat, dass ihm so eine Geschichte einfällt.
«Es ist,» wird er sagen, «als ob du nicht anders
kannst, als diese Geschichten zu erzählen, und gleichzeitig
beobachtest du dich selbst und schüttelst den Kopf über
das, was du da gerade erzählst.»
«Wie fühlt sich dein Urgroßvater
in dieser Szene?» wollen wir wissen.
«Schlecht.»
«Wieso schlecht? Woran liegt das?»
«Weiß nicht.»
«Auf drei weißt du's. Eins, zwei, drei. Warum fühlt
er sich schlecht?»
«Der Lehrer schimpft über ihn.»
«Müssen wir wissen, worum es geht?»
«Ja, er sagt 'Ihr Reichen habt immer das Gefühl, etwas
Besseres zu sein'.»
«Heißt das, dein Urgroßvater ist reich?»
«Scheint so. Die haben ein großes Bauerngut. Sein
Vater ist mächtig und angesehen.»
«Und der Lehrer kritisiert das?»
«Er hackt die ganze Zeit auf meinem Urgroßvater herum,
gibt ihm sogar schlechtere Noten als er verdient hätte.»
«Müssen wir, um weitere wichtige Ereignisse aus dem
Leben deines Urgroßvaters zu erfahren, von dort aus in
die Zukunft spulen oder in die Vergangenheit? Was ist der erste
Gedanke?»
«Vergangenheit.»
«Okay, wir spulen in die Vergangenheit. Eins, zwei, drei.
Wie alt ist dein Urgroßvater jetzt?»
«Noch gar nicht geboren.»
«Heißt das, er liegt noch im Mutterleib?»
«Ja.»
«Und wie fühlt er sich?»
«Er hat Angst.»
«Ist das die Angst seiner Mutter oder seine eigene?»
«Die seiner Mutter.»
«Wovor hat sie denn Angst?»
«Dass sie es nicht schaffen.»
«Dass sie was nicht schaffen?»
«Ihn durchzufüttern.»
«Heißt das, die sind da noch gar nicht reich?»
«Scheint so. Die machen sich auf jeden Fall große
Sorgen. Er ist das achte Kind, und die Zeiten sind schlecht.»
«Kann es sein, dass das der Moment ist, wo dein Urgroßvater
diesen negativen Glaubenssatz, dass Geld etwas Schlechtes sein
soll, in eure Familie gebracht hat?»
«Ja, das kann sein.»
«Kannst du erkennen, dass es nicht das Geld ist,
was schlecht ist, sondern der Mangel an Geld?»
«Immer wenn's ums Geld geht, gibt's Probleme!»
«Nochmals: Kannst du erkennen, dass es nicht das Geld
ist, was schlecht ist, sondern der Mangel an Geld?»
«Aber später haben die ja Geld. Und dann wird man
nur gefoppt.»
«Ah, ich muss offenbar noch mit dem Lehrer deines Urgroßvaters
reden. Spiele bitte mal den Lehrer für mich. Wie wollen
wir den Lehrer nennen?»
«Herr Schmidhauser.»
«Und wie heißt er mit Vornamen?»
«Fritz.»
«Also Fritz, dann möchte ich dich mal fragen, ob dich
eigentlich ein Bus gestreift hat, als du diesen Jungen wegen
seines Reichtums dermaßen fertig gemacht hast. Was würde
Fritz Schmidhauser sagen, wenn er reden könnte?»
«Du hast mich nicht zu duzen!» Hans scheint sich
wieder hervorragend in diese fremde Rolle einfühlen zu können.
«Fritz, weiche mir nicht aus. Ich duze dich, wann es mir
passt. Und ich frage dich nochmals: Was bist du für ein
hirnverbrannter Lehrer, der einen Jungen foppt, nur weil seine
Eltern wohlhabend sind?»
«Die meinen immer, sie seien etwas Besseres!»
«Wer die?»
«Die Reichen.»
«Woran hast du bei diesem Jungen konkret gemerkt, dass
er sich für etwas Besseres hält?»
«Er kommt immer so geschniegelt daher.»
«Du meinst, gut angezogen?»
«Ja.»
«Würdest du es denn begrüßen, wenn er in
Lumpen daherkäme?»
«Nein natürlich nicht. Aber auch nicht so geschniegelt.»
«Was heißt denn für dich geschniegelt?»
«Na, halt immer neue Sachen.»
«Und das ist ein Verbrechen?»
«Ein Verbrechen nicht, aber...»
«Aber?»
Hans in der Rolle des Lehrers scheint ein Argument zu suchen.
«Aber?» fragen wir eindringlicher nach.
«Nichts.»
«Das ist also das einzige, was du diesem Jungen vorwirfst?
Dass er immer neue Kleider anhat? Dass seine Mutter die alten
Kleider an die Armen verteilen und damit ein gutes Werk vollbringen
könnte, dieser Gedanke ist dir nie gekommen?»
«Nein.»
«Fritz, hast du eigentlich auch Kinder?»
«Ja.»
«Und würdest du denen auch neue Kleider kaufen, wenn
du etwas mehr Geld hättest?»
Hans beginnt zu weinen. Es scheint ihm leicht zu fallen, weil
er sich hinter der Rolle von Fritz verstecken kann. Er weint
ja nicht selbst, sondern spielt «nur» einen weinenden
Fritz.
«Wünschst du dir auch, etwas mehr Geld zu haben, um
deiner Familie mehr Luxus zu gönnen?»
«Ja.»
«Und glaubst du, du kannst das jemals erreichen, wenn du
die Reichen so ungerecht behandelst?»
Hans weint immer noch bitterlich.
«Fritz, kannst du einsehen, dass das falsch war?»
«Ja.»
«Und kannst du dich bei dem Jungen entschuldigen?»
«Es tut mir leid. Ich habe dich nur benieden. Ich wäre
auch gerne etwas wohlhabender gewesen.»
«Kann der Urgroßvater diese Entschuldigung annehmen?»
«Ja.»
«Sind der Urgroßvater und sein Lehrer bereits gefüllt
mit Licht oder müssen wir sie noch füllen?»
«Wir müssen sie noch füllen.»
«Gut, fülle sie mit Licht. Können sie sich in
die Arme nehmen und sagen, es ist alles gut, so wie es ist?»
Hans nickt erleichtert.
«Gut, dann stell' dir vor, Hans, du bist im Fötus
deines Urgroßvaters kurz vor der Geburt, zu dem Zeitpunkt,
wo zum ersten Mal in eurer Familie das Geld zum Problem wurde.
Geh' raus aus dem Körper, hoch über die Zeitachse,
und blicke über drei Generationen-Achsen auf deine eigene
Zeitachse, bis die restlichen Symptome in deinem Körper
vollständig verschwunden sind.»
Nachdem Hans bestätigt, dass sich sein
Körper vollständig gut und entspannt anfühlt,
wollen wir wieder testen gehen. Wir gehen in verschiedene negative
Situationen im Leben seines Urgroßvaters, die mit Geld
zusammenhängen. Zum Schluss wollen wir wissen, wie Hans
jetzt über sein Geld-Problem denkt.
«Ich habe keines mehr,» sagt er. «Es ist nur
eine Frage der Zeit, dass ich wohlhabend bin.»
Wir wollen auf Nummer Sicher gehen und lassen Hans den folgenden
Satz sagen: «Ich habe es verdient, wohlhabend und glücklich
zu sein.» Wenn sein Unterbewusstsein diesen Satz nicht
glauben kann, wird der Körper rebellieren. Der Körper
von Hans bleibt jedoch völlig neutral, und Hans beteuert,
dass der Satz für ihn stimmt. Ein weiteres Problem scheint
gelöst zu sein, und wir werden schon bald die Bestätigung
von Hans bekommen, dass es beruflich bergauf geht und er gute
zwanzig Prozent mehr verdient als früher.
Nachdem wir mit Hans systematisch seine ganze Vergangenheit nach
diesem Verfahren abgearbeitet haben, beschäftigen wir uns
noch ein wenig mit seiner Zukunft.
«Stell' dir vor,» sagen wir, «du
gehst in die andere Richtung deiner Zeitachse, nämlich in
Richtung Zukunft. Gibt es Dinge in der Zukunft, die dir Sorgen
machen?»
«Ja,» sagt Hans, «da gibt es einiges.»
«Siehst du,» erklären wir ihm, «Sorgen
können nur entstehen, wenn du Ereignisse in deine Zukunftsachse
legst, die dort nichts verloren haben. Wollen wir die mal aus
der Zukunftsachse rausschmeißen?»
«Wenn das ginge, das wäre schön.»
«Gut. Stell' dir vor, ich zähle
bis drei, und auf drei fallen alle Ereignisse aus der Zukunftsachse
heraus. Sie lösen sich einfach auf im Universum, oder sie
fallen in einen Fluss, der sie wegschwemmt.»
«Das mit dem Fluss gefällt mir besser,» sagt
Hans.
«Gut. Eins, zwei, drei. Sämtliche Ereignisse, die
nicht in deine Zukunftsachse gehören, sind herausgefallen
und haben sich aufgelöst.»
«Gibt es Dinge, die du gerne in deiner
Zukunftsachse hättest, aber noch nicht so klar erkennen
kannst?»
«Ja, da gibt es einiges.»
«Gut, fange mit dem wichtigsten Ereignis an. Mache dir
ein schönes Bild davon, packe alles mit rein, was dazugehört.
Gehe dann zu dem Punkt über deiner Zukunftsachse, wo das
Ereignis hingehört, und lege es hinein.»
«Lade dieses Ereignis auf mit Energie,
indem du dir vorstellst, dass das Licht der Sonne durch dich
hindurch auf das Video mit diesem positiven Zukunfts-Ereignis
fließt. Lade es so lange auf mit Energie, bis es richtig
glänzt und strahlt und du hundertprozentig überzeugt
bist, dass dieses Ereignis oder etwas noch Besseres in deiner
Zukunft eingetroffen ist.»
Hans scheint die Übung sichtlich zu gefallen.
«Und auf die gleiche Weise kannst du jetzt deine gesamte
Zukunftsachse einrichten. Ich lasse dir ein wenig Zeit dazu.»
Ja, und Ihnen, liebe Leserin und lieber Leser,
lasse ich jetzt ein wenig Zeit, das Gelesene zu verdauen. Probieren
Sie doch einmal aus, was Sie mit Hilfe dieser Techniken selbst
erreichen können. Sollten Sie etwas nicht selbst bearbeiten
können, übernehmen die Therapeuten und Coaches auf
dieser Liste (http://www.hpz.com/therapeuten.html)
gerne die Reiseleitung durch Ihre Seelenlandschaft. Und sie kennen
mindestens zehn zusätzliche Techniken, um auch hartnäckigere
Fälle zu lösen.
Falls Sie weitere Auskünfte brauchen,
wenden Sie sich einfach via Kontaktformular an Frank Obels.

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